Dahinter steckt immer ein kluger Kopf.
Ich weiß nicht genau, wie lange die FAZ-Kampagne “Dahinter steckt immer ein kluger Kopf” inzwischen läuft, aber Scholz & Friends Berlin liefern mit jedem Motiv gute Abeit ab – die aktuelle Anzeige ist da keine Ausnahme: Joachim Gauck, Bürger. Clever gemacht.
via kress
People like you fuck people like me – Ina Müller, Bela B & Ulrich Wickert
Dass ich das noch mal erleben darf: Nachdem ich gestern Abend die Elvis-Dokus und das ‘68 Comeback Special auf Arte (übrigens alles sehr, sehr zu empfehlen, was da gestern Abend lief) gesehen hatte, zappte ich noch so ein bisschen rum und blieb bei einer Wiederholung von Inas Nacht hängen. Zu Gast: Bela B und Ulrich Wickert. Die Interviews mit den beiden waren interessant, aber das Beste kam dann, als Herr B anfing zu musizieren. Dass Ina Müller mitsingt ist klar, aber auch Mr. Tagesthemen war voll mit dabei – und ich musste vor dem Fernseher kurz laut lachen. Dass ich Herrn Wickert mal im öffentlich-rechtlichen Rundfunk würde “Fuck” sagen hören, hätte ich auch nicht gedacht.
Hier das Video: Ab ca. 1:50 fangen die NDR-Punks an zu spielen.
Sonntagslektüre
Ein paar interessante Artikel über Online-Kommunikation, Werbung & Co., die im Lauf der Woche zusammengekommen sind … perfekt geeignet zur Sonntagsnachmittagslektüre.
Let’s dance on the graves of the gatekeepers. Let’s build things never before possible. Über das Internet und seine gesellschaftlichen Auswirkungen.
Werbemarkt in Turbulenzen: Die kreativ-Zwerge greifen an – das Handelsblatt über Veränderungen auf dem deutschen (Werbe-)Agenturmarkt
Anti, Anti: 7 reasons why Social media is bad for Marketing.
Was sind Facebook-Fans wirklich wert?
Warum Nachfrager heute mehr Macht haben als Anbieter: Peter Kruse über revolutionäre Netze durch kollektive Bewegungen (Video – via@KpunktNull)
Mashable über im Mainstream ankommende QR-Codes.
Der Werbeblogger über die Zukunft der Werbung: Hört bitte nicht auf Amir Kassaei et al.
Carta über strukturkonservative Linke und das Internet
A real Mad Man: Die Financial Times schreibt über den Mann, der die Inspiration zur TV-Serie Mad Men gab.
Old Spice: Ist die Viral-Kampagne ein Umsatzbringer?
Und zum Abschluss kein Artikel, sondern eine ganze Website, die sehr lesenswert ist: UX Myths. Mythen und falsche Annahmen über Webdesign, Usability & Co.
“The Big Four” – Am I Evil?
Gänsehaut-Feeling beim Sonisphere Festival: Metallica, Anthrax, Megadeth und Slayer, die “Big Four” des Thrash Metal (abzüglich der letztgenannten, wenn man mal von Dave Lombardo absieht) spielen alle zusammen den Diamond Head-Klassiker “Am I Evil”. Wer hätte gedacht, dass Dave Mustaine und James Hetfield irgendwann mal wieder auf einer Bühne stehen würden?
(Den Kommentar, dass bis auf Slayer eigentlich keine der Bands mehr richtigen Thrash Metal spielen und Testament und Exodus da eigentlich auch hingehören würden, erspar ich mir jetzt mal. Uuuuuppps. Zu spät.)
Wow!

Ich bin ja eigentlich kein allzu großer Fan von Flash-Websites, aber die Navigation durch die einzelnen Projekte des japanischen Innenarchitektur-Studios Wonderwall ist einfach großartig. (Von ein paar unschön geglätteten Kanten mal abgesehen.) Ich könnte mich stundenlang damit beschäftigen, einfach nur durch die Projekte zu “scrollen”, ohne eins anzuklicken. Ausprobieren!
Everything is possible when you’re in a library.
Und schon wieder Old Spice: Diesmal eine gelungene Persiflage. I’m on a cart.
Alte Gewürze in neuen Medien
So. Das war’s dann schon wieder – die Social Media Kampagne, an der sich sehr wahrscheinlich alle zukünftigen messen lassen müssen, ist vorbei. Diese Nacht ging das (vorerst?) letzte personalisierte Video online:
So langsam sieht man selbst dem Old Spice Guy, Isaiah Mustafa, die Strapazen des werweißwieviel Stunden langen Nonstop-Videodrehs an; die Augen wirken doch etwas müde. Man kann den Beteiligten bei Wieden + Kennedy nur gratulieren: Der Buzz, den die Kampagne (selbst in Ländern, in denen es gar kein Old Spice zu kaufen gibt) erzeugt hat, war gigantisch. Jetzt muss sich das nur auf die Absatzzahlen der anscheinend als Alt-Herren-Duft verschrieenen Körperpflegeproduktlinie aus dem Hause Procter & Gamble auswirken. Dem Konzern sollte man natürlich auch gratulieren – zu dem Mut, neue Wege zu gehen und zu dem Vertrauen ins Kreativ-Team, das wirklich glänzende Arbeit geleistet hat.
Und jetzt? Sollte sich die aufwendige Aktion (bei ReadWriteWeb gibt’s einen sehr lesenswerten Blick hinter die Kulissen und Mashable berichtet auch noch mal drüber) wirklich signifikant auf die Umsatzzahlen auswirken, werden wohl auch einige andere große Marken und Konzerne, die bisher noch eher vorsichtig im Social Web agiert haben, ihre Online-Aktivitäten verstärken und hoffentlich auch so viel Mut zeigen. Der Old Spice Guy hat die Messlatte ganz schön hoch gelegt und eindrucksvoll gezeigt, wie eine Social Media Kampagne aussehen kann. Wenn die Kampagne nicht mit Preisen überhäuft wird, weiß ich’s auch nicht.
Also dann, liebe unternehmen: Traut euch was, vertraut euren Agenturen und interagiert mit euren Fans und sonstigen Stakeholdern. Jetzt habt ihr ja gesehen, wie’s gemacht wird.
Und wer jetzt immer noch nicht genug hat: Im Old Spice YouTube Kanal lassen sich sämtliche personalisierte Videos noch einmal ansehen. Und einige Reddit-User haben sch gestern schon zusammengetan und einen Old Spice Voicemail Generator gebastelt. (Danke für den Tipp, Jörg.)
Old Spice: “I’m on the Internet”
Erinnert sich noch jemand an den muskelbepackten Old Spice-Mann und den grandiosen “I’m on a Horse”-Spot (hier noch mal der Link zum Making of dazu)?
Wie dem auch sei, Mr. Old Spice ist zurück in einem neuen Spot. Nicht ganz so großartig wie der alte, was wahrscheinlich mit dem fehlenden Aha!-Effekt zusammenhängt, aber immer noch ganz nett:
Eigentlich fand ich den Spot nicht sooo atemberaubend, dass ich ihn unbedingt hier hätte bringen müssen, aber das änderte sich dann, als ich bei Mashable las, dass der “Old Spice Guy” jetzt auch twittert. Und heute schon vielen, vielen Leuten persönliche Videogrüße hat zukommen lassen:
He then proceeded to send out vids via Twitter to bloggers who have written about him in the past, YouTube commenters, random folks asking random questions on Yahoo Answers, and various and sundry people who have tweeted at him today. He’s working pretty fast, too. After posting a call for questions onReddit four hours ago, he responded to a cadre of questions rather rapidly.
Da hat jemand bei Old Spice (oder wahrscheinlich eher bei Widen + Kennedy) verstanden, wie Markenführung und Interaktion mit seiner Zielgruppe im Social Web funktioniert.
This campaign really is a perfect storm of viralty — not only does it target specific bloggers (who are then more likely to cover the whole thing), it also reaches out to less prominent individuals who can be made more aware of Old Spice. Moreover, they become personally invested in the brand because they have actually become a part of the world it has created.
Hier als kurzes Beispiel das Video für Guy Kawasaki:
“One moment. Throat I must clear.”
Nach Darth Vader gibt’s jetzt auch Yodas Stimme für TomTom-Navis. Natürlich inklusive verkorkster Grammatik: “Left you must keep.”
via Supertopic
District 9 Concept Art

District 9 war eines meiner Kino-Highlights 2009 und einer der besten Science Fiction Filme, die ich seit langem gesehen habe. Das neuseeländische Design-Studio Weta präsentiert auf seiner Website ein paar Einblicke in die Concept Art des Films. Sehr, sehr sehenswert!

Logorama
Logos, Logos, Logos: Im oscarprämierten Animations-Kurzfilm Logorama des französischen Animations-Kollektivs H5 erwachen die Logos bekannter Marken zum Leben und Ronald Mc Donald liefert sich eine Schießerei mit Michelin-Männchen. Eigentlich wollte ich den Film schon länger mal bringen, aber heute Morgen wurde ich dran erinnert, als das Smashing Magazine noch mal drüber twitterte.
Slow Motion Koch-Details mit AEG
Toller Spot für AEG – erinnert ein bisschen an das Dexter-Intro.
Im Fernsehen hab ich bisher nur die 30-Sekünder-Version gesehen und die kommt eigentlich auch noch besser rüber – der Schnitt ist dabei einfach spannender. Bei der Suche nach der Kurzversion hab ich dann noch das Spülmaschinen-Pendant zum Spot gefunden. Auch nicht schlecht.
Hmmmpf.
Das war’s dann wohl mit dem Traumfinale Deutschland – Holland. Eigentlich wollte ich ja zur Einstimmung darauf dieses schöne Lied posten:
Aber gut. Dann bin ich jetzt im Finale für die Oranjes und nicht gegen sie. Und esse während des Spiels geschmorten Oktopus spanischer Art.
Ein Interview ohne Antworten: Oliver Bierhoff ist “sympathisch, aber selbstzensierend”
Gestern lob ich noch die Kommunikationsarbeit (na gut, in erster Linie die Online-Aktivitäten) des DFB und dann heute das: Ein Interview mit Oliver Bierhoff ohne Antworten bei zeit.de. Liebe DFB-Kommunikationsmannschaft, so was macht man eigentlich nicht.
In anderen Ländern werden Interviews doch auch nicht zig-mal autorisiert, was natürlich auch ein zweischneidiges Schwert sein kann. Nun ja … seien wir mal gespannt, ob sich die Autorisierungspraxis in Deutschland jemals ändern wird.
via turi2
Child Safety

BBDO Düsseldorf wirbt mit blutrünstigen Plüschtieren für die Caritas: Auf der Caritas-Website sollen sich Eltern Tipps für die Mediennutzung ihrer Sprösslinge holen können. (Allerdings sind diese Tipps ziemlich versteckt. Ich konnte zum Thema Medienkompetenz nur einen Rückblick zu einer Tagung im September 2009 finden …)
Mehr Motive aus der plüschblutrünstigen Kampagne gibt’s bei Design made in Germany.



