Weihnachtswichteln 2.0
Sehr geehrte Damen und Herren, werte Leserinnen und Leser.
An dieser Stelle erfolgt pünktlich zum ersten Advent eine kurze Werbepause für das Gaming-Blog Superlevel bzw. die Aktion Superwunschzettel 2009: Über eine Ebay-Auktion wird eine Werbefläche auf dem Blog versteigert.So weit, so unspektakulär.
Der Clou dabei: Der Erlös dient dazu, einige der in den Kommentaren geposteten und bei Amazon erhältlichen Superweihnachtsgeschenke zu kaufen und unter allen Kommentierenden zu verlosen. Und nun gehet dahin, kommentieret, wünschet euch gar schöne Dinge und freuet euch auf Weihnachten. (Oder ersteigert die Werbefläche für einen möglichst hohen Betrag.)
Hafenrausch
Kurzer Link-Tipp am Sonntag: Hafenrausch – Kreativer Hafen Hamburg. Einfach berauschend.
Es geht um alles, was Hamburg berauschend gut macht. Zum Beispiel Marketing, Werbung, Medien, Internet, Start-ups, Web 2.0, Design, Kultur, Architektur, Interior und Style
Ausdruck – ausgewählte Beiträge der deutschen Blogosphäre

Ausdruck ist ein sehr empfehlenswertes PDF-Magazin (so zum runterladen und ausdrucken und drin blättern und so – oder auch zum faul-auf-dem-Bildschirm lesen) mit ausgewählten Blog-Artikeln aus der deutschen Blogosphäre. Offline-Blogging sozusagen. Und jetzt gibt’s das Ganze auch professionell gedruckt, bestellbar hier. Soviel zu “Print ist tot.”
Ich bin ein Wossi.

einheitsbrei – ein magazin zu 20 jahren mauerfall beschäftigt sich mit den auch nach 20 Jahren Deutscher Einheit immer noch vorhandenen Vorurteilen zwischen Ost und West, den Besonderheiten, Liebens- und Merkwürdigkeiten von Wessis und Ossis, ist manchmal zwar eher semi-spannend, bringt den Leser (oder zumindest mich) aber auch oft zum Schmunzeln. Für alle im Osten lebenden Wessis und im Westen lebenden Ossis definitiv mal den ein oder anderen Blick wert – und für alle anderen natürlich auch.
Besonders wichtig für alle, die “rübergemacht haben”, egal von wo nach wo: der Small Talk-Retter. Und für alle Musikinteressierten sind die Einheitscharts sicher spannend.
Und das sagen schreiben die Macher der Site (Potsdamer Studenten) über sich selbst:
einheits-brei.de ist ein Onlineprojekt des 6. Jahrgangs der electronic media school (ems) in Potsdam. Es geht um das Jubiläum dieses Herbstes und die Frage: Was hat das alles mit uns zu tun?
Nicht nur feiern, sondern genauer hingucken ist das Ziel. Und nach den Geschichten suchen, die für die junge Generation wichtig sind. Mit Texten, Videos, Bildern oder Slideshows zeigt die Seite, dass 1989 nicht das „Ende der Geschichte“ war, sondern der Beginn vieler neuer Geschichten. Sie spielen in Supermärkten oder Fußballstadien, in Partnerbörsen oder Sexshops, unter Rappern oder Juristen, in Ost und West. Und obendrauf ein Quiz: Wo kommen eigentlich die ems-Volontäre her?
Verlasst euch nicht auf Amor
Dieser Spot für “the best dating site online” hat mich doch gerade sehr zum Schmunzeln gebracht …
The Scotch Malt Whisky Society

Endlich mal ein ansprechendes und modernes Whisky-Packaging. Aber natürlich nur für Sonder-Abfüllungen.
The Scotch Malt Whisky Society revels in the unconventional. Bringing the world’s best selection of single cask, single malts to its members.
The Far Flung Flavours are three new bottlings which have been chosen as they represent some of the most exciting and unusual taste experiences available from the Society. Each eye-popping limited-edition illustration is representative of the weirdly wonderful tastes and scents of the curious single malt within.
The Heavy & The Blue Van

Wow. Was für ein Abend. Die extrem groovenden Rock-Soul-Funk-Hip-Hop-Whatever-Sampler von The Heavy luden letzten Dienstag in McCormack’s Ballroom. Als Support-Act waren die Dänen The Blue Van angekündigt – aufgrund eine Blinddarmdurchbruchs (Autsch. Schmerzhaft.) konnte man jedoch nicht spielen. Das Gute daran: Das Konzert kostete nur sechs statt acht Euro – und da ich im Vorfeld eher mit sechZEHN Euro gerechnet hatte, kann ich nur sagen: Hell Yeah! Für so wenig Geld hab ich doch selten eine so grandiose Show gesehen.

Frontmann Kelvin & seine Mannen waren vom ersten Song an energiegeladen wie sonstwas – bis der Funke aufs Publikum übersprang, dauerte es zwar ein bisschen länger, aber als es dann endlich soweit war, war auch der ganze Saal (oder zumindest der Teil, den ich sehen konnte) am Tanzen. Wie formulierte es mein Kumpel Peter so schön: “Krass. Die wurden ja mit jedem Lied besser.” Dem kann ich nur zustimmen.
Eine kleine Anekdote am Rande: Um die Bühne zu betreten oder zu verlassen, muss man als Musiker in McCormack’s Ballroom quer durch’s Publikum – Glück für die Zuschauer, Pech für die Band. (Zumindest wenn erstere die sowieso schon vollkommen durchgeschwitzten Herren Musiker erst nach ein paar Zugaben von der Bühne lässt.)



Aufmerksam geworden bin ich auf The Heavy übrigens vor zwei Jahren, weil mir das Artwork von Great Vengeance & Furious Fire extrem gut gefiel – die Website gibt einen ganz guten Einblick, auch wenn sie rein inhaltlich gesehen nicht gerade umfangreich ist.
Und weil’s so schön war, gibbet gleich noch mal ein bisschen was auf die Ohren (und auf die Augen, das Video ist nämlich auch sehr nett):
Die restlichen Fotos vom Konzert sind bei Flickr zu sehen. Und nun, liebe Leser: Geht zum nächsten Konzert, kauft CDs und werdet glücklich.
The Battle for Blue

Auf Flickr gibt es einen Scan einer interessanten Info-Grafik aus dem Wired Magazine: in welchem Farbspektrum sich die Logos großer Unternehmen bewegen.
Companies spend millions trying to differentiate from others. Yet a quick look at the logos of major corporations reveals that in color as in real estate, it’s all about location, location, location. The result is an ever more frantic competition for the best neighborhood. Here’s a look at the new blue bloods.
Destruktives Webdesign: Temporary.cc

Kunst? Programmierung? Webdesign? Technologie-Kritik? Irgendwie trifft das alles auf Temporary.cc zu, irgendwie aber auch nicht. Klar ist nur: Es ist verdammt faszinierend, einer Website bei ihrer Selbst-Destruktion zuzusehen.
Mit jedem neuen Besucher löscht Temporary.cc einen Teil des Quellcodes, so dass die Website nicht mehr korrekt dargestellt werden kann. Einen aktuellen Screenshot siehe oben, im Video gibt’s den ursprüngliche Zustand der Website zu sehen.
Virtual data isn’t subject to decay like traditional media. Despite this, we can still lose personal data to disk failure, viruses, or accidental deletion. Unlike personal data however, data on the internet has a seemingly infinite shelf-life. Between search-engine caching, cloud-hosting, re-blogging, plagiarizing, and the way-back machine, the net collects and eternally stores vast amounts of information.
Temporary.cc eschews this paradigm. For each unique visitor it receives, Temporary.cc deletes part of itself. These deletions change the way browsers understand the website’s code and create a unique (de)generative piece after each new user. Because each unique visit produces a new composition through self-destruction, Temporary.cc can never be truly indexed, as any subsequent act of viewing could irreparably modifiy it.
Eventually, like tangible media, Temporary.cc will fall apart entirely, becoming a blank white website. Its existence will be remembered only by those who saw or heard about it.
IKEA, Facebook und virale Effekte
Wow. So einfach macht man aus einer simplen Standard-Funktion eines sozialen Netzwerks eine virale Kampagne: Im Facebook-Profil eines IKEA Store Managers werden Bilder von IKEA Showrooms hochgeladen und derjenige Facebook-User, der sich als erstes selbst auf einem der Möbelstücke verlinkt, gewinnt es. So sind Aufmerksamkeit und virale Effekte (ich sehe, dass mein Facebook-Kontakt auf nem Foto verlinkt wurde, sehe das Gewinnspiel, verlinke mich selbst, meine Facebook-Kontakte sehen es, usw. …) garantiert.
Ich würde mal sagen, da hat jemand aus mit einem sehr kleinen Media-Budget einen Riesen-Effekt erzielt. Genial einfach. Und einfach genial.
Guten Morgen
Anthrax – Got the Time
Kurzer Veranstaltungshinweis

Joe Bonamassa, begnadeter Bluesgitarrist, spielt demnächst zwei Deutschland-Gigs: Am 18.11. in Mannheim und am 19.11. in Münster.
Und die passenden Flyer dazu stammen von meiner Wenigkeit. ;)
Post von Jürgen Siebert

Neulich hatte ich bei nem Gewinnspiel auf dem Fontblog mitgemacht – und gewonnen. Ein Exemplar von “Man Machine” – Dr. Fritz Kahn, Pionier des Info-Designs.
Nachdem die Post da erst kleinere Schwierigkeiten bei der Lieferung hatte, ist es dann heute endlich angekommen. Also dann: Danke, Jürgen! Ich geh jetzt mal n Ründchen schmökern …



