Crossing Lines
Über Conor Harrington und seine Mischung aus Graffiti und klassischer Ölmalerei hatte ich vor einiger Zeit schon mal geschrieben. Irgendjemand ist neulich über eine Suchanfrage “How to paint like Conor Harrington” auf mein Blog gestoßen und daraufhin bin ich auf folgendes Video gestoßen, das u.a. einen netten kleinen Einblick in den Arbeitsprozess des irischen Malers/ Writer/ Street Artist bietet:
(via)
Deutschland ist Weltmeister!

Ich finde es ja unmöglich, dass die Tagesschau weder gestern noch heute über ein solch gewichtiges Ereignis nicht berichtet hat: Wir sind Weltmeister! Seit Freitag Abend! Da hat nämlich Aline “Devil’s Niece” Westphal (im Bild oben ganz rechts zu sehen) die Air Guitar World Championships im finnischen Örtchen Oulu für sich entscheiden und den Franzosen Sylvain “Günther Love” Quimene, Sieger der Jahre 2009 und 2010, vom Luftgitarren-Thron gestürzt.
Die Videos vom AGWC sind bei YouTube natürlich von der GEMA gelockt und hierzulande nur mit Proxy-Friemeleien wie hidemyass o.ä. zu sehen.
Kurz zum Hintergrund der Veranstaltung: Seit 1996 wird in Oulu jedes Jahr der Luftgitarren-Weltmeister gekürt. Teilnehmen kann, wer den antionalen Vorentscheid in seinem Heimatland für sich entschieden hat oder sich vor Ort qualifiziert. Dabei geht es um nichts Geringeres als den Weltfrieden:
The purpose of the Air Guitar World Championships is to promote world peace. According to the ideology of the Air Guitar, wars would end, climate change stop and all bad things disappear, if all the people in the world played the Air Guitar. This is why the whole universe is invited to play the Air Guitar for the world peace at the end of the competition.
Ich finde ja, man sollte statt diesem Eurovisions-Gedöns lieber die Luftgitarren-Weltmeisterschaften europaweit übertragen. Alleine vom Grundgedanken (Weltfrieden und so) wäre es das wert. Aber mich fragt ja keiner …
Mehr Infos zum diesjährigen Wettkampf und den Ergebnissen der Top 15 gibt’s hier. In diesem Sinne: Make Air Not War!
Ein goldiger Abend in Hamburg

Kinners, wat war dat schön: Die Fantastischen Vier live auf dem Blohm + Voss Werftgelände bei der Beck’s Gold Fresh Experience 2011 vor maritim-industrieller Kulisse und mit grandiosem Ausblick auf den Hamburger Hafen.
Ich glaube, ich habe schon diverse Male darüber geschrieben, dass wir (Edelman) die Beck’s Gold Fresh Experience organisieren/ organisiert haben: dabei werden außergewöhnliche Orte für eine Nacht in abgefahrene Event-Locations verwandelt. Im Mai war es das K21 Ständehaus in Düsseldorf und letzten Freitag war es dann auch hier in Hamburg soweit: Das Werftgelände von Blohm + Voss wurde gerockt.
Drei Tage hat der Aufbau der Bühne mit Elbblick gedauert, seit Mittwoch war mein Büro quasi aufs Werftgelände verlegt. (Diverses Kamera-Equipment für ein paar Tage in den Freihafen einzuführen und beim Zoll anzumelden ist übrigens nicht halb so lustig, wie ich es mir vorgestellt hätte. Vor meinem geistigen Auge hatte ich schon Zöllner erwartet, die jeden Akku und jede Speicherkarte einzeln kontrollieren, während ein grimmiger Kollege mit Drogenspürhund mich im Auge behält, aber da wurde ich leider – oder vielleicht eher zum Glück – enttäuscht. Die Zoll-Anmeldung lief schlussendlich ziemlich schnell und unspektakulär ab.)
Während des Aufbaus haben wir von knallender Sonne (natürlich hab ich mir direkt mal nen Sonnenbrand geholt) über Starkregen mit Gewitter bis zu extremen Windböen übrigens so ziemlich jede Wetterlage mitgemacht. Das Publikum musste dann Am Freitag mit Wind und wenig sommerlichen Temperaturen vorlieb nehmen – aber man feierte sich einfach warm.
Also: Alles in allem eine gelungene Veranstaltung (und das sage ich jetzt nicht nur, weil ich das Ganze mitorganisiert habe). Auf becks.de und Facebook gibt es Fotos vom Event und auch welche von Aufbau, Soundcheck & Co. – ein paar davon stammen übrigens von mir.
Schicke Bilder, aber nervige Musik:
8 Hours in Brooklyn von Next Level Pictures.
Sprite: “Interaktives” Skateboard-Video auf YouTube
Sprite hat ein Video auf YouTube gepostet, bei dem man den Skateboarder mit den Tasten 4 bis 9 “kontrollieren” kann, sobald dieser abgesprungen ist und sich in der Luft befindet.
Das Sprite-Branding ist dabei relativ dezent geladen, was ich ziemlich gut finde. Durch die stilistische Nähe (v.a. durch das Grading) zum aktuellen TV-Spot wird der marken-Absender trotzdem deutlich. Aber ein “richtiges” interaktives Video ist es leider nicht – im Grunde springt man per Tastendruck nur von einer Stelle im Video zur nächsten. Also: Gute Idee, ausbaufähige Umsetzung. Mal sehen, ob da demnächst noch was kommt, das den Grundgedanken aufgreift und weiterentwickelt.
via Mashable
Ein Sonntagnachmittag in den Deichtorhallen: Visual Leader 2011

Wäre heute nicht das letzte Wochenende der Ausstellung gewesen, würde ich sie wärmstens weiterempfehlen. Welche Ausstellung genau? In den Deichtorhallen gab es (leider nur bis heute) die Preisträger der Lead Awards 2011 zu sehen: Visual Leader 2011.
Vor allem bei den Gewinnern in den Kategorien Still Life, Reportage- und. Portraitfotografie waren einige sehr tolle Sachen dabei … u.a. Portraits von Gerard Depardieu und Tatort-Fotos der Amsterdamer Polizei, die im richtigen Kontext wie sorgfältig arrangierte Fotokunst wirken. Ein paar erläuternde Details zu genau diesen Bildern sowie kurze Einblicke in den Rest der Ausstellung gibt es im folgenden Video zu sehen:
Und sonst so? Die Preisträger der Kategorie Werbung waren natürlich ebenfalls sehenswert (auch wenn einige “nur” ausgezeichnete Arbeiten meiner Meinung nach besser waren als die Gold- und Silber-Gewinner), eins der “Cover des Jahres” (ebenfalls “nur” eine Auszeichnung) habe ich auch im Regal stehen, das Titanic Sonderheft “Unnütze Menschen” ist wie zu erwarten schwarzhumorig, politisch unkorrekt und extrem lustig und es gab noch viele andere gut gestaltete und inspirierende Dinge zu sehen. Eine gute Sonntagsnachmittagsbeschäftigung. Eine Übersicht über sämtliche Preisträger gibt es hier.
Was ich aber mal wieder festgestellt habe: Am letzten Wochenende einer Ausstellung sind viel zu viele Leute da, um sie sich auf den letzten Drücker noch anzusehen (inkl. mir und der Dame des Hauses) und machen den Ausstellungsbesuch.
Wir müssen reden: Abwerbeversuche als Employer Branding
Nette Idee der Digital-Agentur SinnerSchrader: Wir zeigen, wie toll wir sind und wie loyal unsere Mitarbeiter sind, indem wir offenlegen, wer denn schon alles versucht hat, uns unsere Leute abzuwerben.
via W&V
Zerfallen(d)e Gebäude in Detroit

Wow! Den Fotos auf Detroiturbex.com nach zu urteilen, ist Detroit inzwischen so sehr von Wirtschaftskrise und Autofabriksterben gebeutelt, dass es eine Geisterstadt ist. Kirchen, Schulen, Wohnhäuser, Kinos, Theater, Konzertsäle, Restaurants und sogar Yacht-Clubs – der Verfall wird vieler sehenswerter (und mancher nicht ganz so sehenswerter) Gebäude in Detroit und Umgebung wird hier auf beeindruckende Weise dokumentiert.
Für diese tollen Fotos, die z.T: auch noch alten Fotos der Gebäude aus ihrer Entstehungszeit gegenübergestellt werden, kann man auch über die Usability-technisch eher fragwürdige Navigation der Website hinwegsehen.
(Das Foto oben zeigt übrigens den Grande Ballroom oder das, was noch davon übrig ist – in den Siebzigern haben hier noch so unbedeutende Bands wie Led Zeppelin, The Stooges, Cream oder MC5 gespielt.)


Chad Wys: The Nocturne Series

In seinen Nocturne Serien dekonstruiert Designer, Künstler und Schriftsteller Chad Wys äußerst sehenswert die klassische Porträtmalerei:


Die restlichen Arbeiten, die er auf seiner Website präsentiert, sind allerdings auch nicht zu verachten.
via but does it float bzw. FFFFOUND!
Ein Skateboard-Video
So sieht es also aus, wenn man durch die Straßen von New York skatet und das mit Musik von Turbonegro utnerlegt: Verdammt cool.
via Supertopic
Error 404
Vielleicht sollte ich mir auch eine neue 404 Fehlermeldung zulegen. Das Lebensmittel-Startup Nosh (wäre mein Handy nicht gerade auf dem Weg zur Reparatur würd ich das auch ganz gerne mal ausprobieren) bietet da gerade ganz gute Inspiration:
Periodically, pages go missing, assets get misplaced — you should not be concerned. This is a startup, this kind of thing happens. At Nosh, we are fortunate to have a relationship with several teams of ex-special forces operatives who help us track down these missing pages. When a page on this website goes rogue — and a code 404 arises — we dispatch one of our teams to bring it back. Ideally they are able to salvage the missing page, but sometimes, if the page is truly lost, they have to take it out (resulting in the subsequent code 500 when the page gets taken down).
Regarding the page you are currently looking for, one of our teams actually did find it, but it did not want to be found and a firefight ensued. This encounter is documented above.
We are very sorry we are not able to display the page you were looking for. Please go back home and we’ll do our best to ensure this kind of mix up is resolved peacefully in the future.
via misterhonk.de
