Jahresrückblick 2011: Die besten …
Das neue Jahr ist gerade drei Tage alt und mein Blog quasi noch im Weihnachts-Winterschlaf. Da passt an dieser Stelle doch wunderbar ein persönlicher (pop-) kultureller Jahresrückblick auf 2011 mit meinen persönlichen Top 3 der besten …
… Filme:
The Guard
Das grandiose Zitat “I’m Irish, Sir – Racism is part of me culture.” sagt eigentlich alles. Nicht? Ok, aber vielleicht das: Brendan Gleeson spielt den murrigen, undurchschaubaren irischen Dorfpolizisten, der mit einem schwarzen FBI-Agenten zusammenarbeiten muss so, als wäre ihm die Rolle auf den Leib geschrieben worden. Der Soundtrack erinnert mitunter stark an klassische Italo-Western und alleine das Intro des Films ist so voller subtilem schwarzem Humor, dass es eine wahre Freude ist. What a beautiful fuckin’ day.
Attack The Block
Aliens mit blau fluoreszierenden Zähnchen landen in einem eher weniger schönen Teil Londons, Nick Frost spielt mit und auch wenn man den englischen Slang der kleinen 14jährigen Gangstaz, die gegen die Aliens kämpfen kaum versteht, versaut die deutsche Synchro (alleine im Trailer schon) die Atmosphäre doch sehr. Allein die Tatsache, dass Regisseur Joe Cornish als PR-Aktion für seinen Film die London Riots verursacht hat, war dann in meinen Augen doch etwas übertrieben.
Die Abenteuer von Tim und Struppi – das Geheimnis der Einhorn
Trotz aller meiner Bedenken im Vorfeld ein großartiger Film. Die Vorlagen wurden gut adaptiert, die Story sehr schön und zeitgemäß inszeniert (und dafür musste die Handlung noch nicht einmal in die Moderne verlegt werden) und fast jede Szene steckt voller liebenswerter Details und kleiner, versteckter Anspielungen auf das große Original. Alleine schon die Anfangssequenz, in der Hergé höchstpersönlich auf dem Flohmarkt ein Porträt von Tim zeichnet – natürlich im Stile seiner weltberühmten Ligne Claire – war den Kinobesuch wert. Mr. Spielberg, Mr. Jackson – ich freue mich schon auf Ihre nächste Tim und Struppi Verfilmung.
… Alben:
Red Fang – Murder The Mountains
Stoner Rock? Metal? Was auch immer. Die vier bärtigen Typen aus Portland machen geniale Musik. Und haben ein Händchen für verdammt coole Musikvideos.
Social Distortion – Hard Times and Nursery Rhymes
Live haben mich His Nessness & Co. zwar leider etwas enttäuscht, aber das neue Album fand ich super. Blues Rock mit Punk-Attitüde. Oder umgekehrt? Egal. Super Ding.
Mastodon – The Hunter
Ohne viele Worte: Ein saustarkes Album. Mastodon in Höchstform. Wird Zeit, dass ich die Jungs endlich mal live erlebe.
(Die neuen Alben von Primus, Opeth und Tom Waits habe ich leider noch nciht oft genug gehört, um mir irgendwie ein Urteil darüber bilden zu können. So viel tolle Musik und so wenig zeit. Eine Schande ist das. Und sorry liebe Broilers, aber Santa Muerte war mir ab der zweiten Albumhälfte leider ein wenig zu soft und poppig, um in dieser Liste aufzutauchen.)
… Konzerte:
Broilers
Ein Sommerabend im Docks: Grandiose Stimmung, geniale Songauswahl, herz, was willst du mehr? “Noch nie so gut getanzt, selten so schlecht geschlafen.” Mehr braucht man dazu nicht zu sagen.
Fu Manchu
In Search Of ist zwar nicht gerade mein Lieblingsalbum der Jung, aber genau das wurde auf der diesjährigen Tour komplett live gespielt. Trotzdem ein sehr denkwürdiges Konzert im ausverkauften Knust. Hier gibt’s den Foto-Beweis.
The Reverend Horton Heat
Psychobilly Freakout direkt als ersten Song zu spielen, wenn das Publikum noch gar nicht ganz warm ist (ganz zu schweigen davon, dass das Knust zu meinem Entsetzen noch nicht einmal halbvoll war), war nicht die beste Entscheidung, die der Reverend und seine Mannen an diesem Abend getroffen haben, aber danach ging es mit der Stimmung nur noch aufwärts. Die Texaner haben’s eben drauf. Und Ende November darf auch ruhig mal ein Weihnachtslied in die Setlist aufgenommen werden. Fotos? Hier. Bitte sehr.
… Ausstellungen:
Erschreckend, aber wahr: Ich habe es dieses Jahr nur in zwei Ausstellungen geschafft. Dabei gab es noch so viele andere, die ich gerne gesehen hätte … William Turner zum Beispiel. Oder die Flatstock Konzertposter im Rahmen des Reeperbahnfestivals. Oder oder oder …
Dafür waren Gerhard Richter im Bucerius Kunst Forum und die Lead Awards im Haus der Fotografie schon mal verdammt gut. Und 2012 stehen auch wieder mehr Ausstellungsbesuche auf dem Programm. So.
… Bücher:
Da ich dieses Jahr (leider) extrem wenig gelesen habe und auch keine Neuerscheinung dabei war, belegt die Plätze 1 bis 3: Der Herr der Ringe. Inzwischen zum dritten Mal gelesen und immer wieder toll.
Das war es dann auch mit meinen Top 3-Listen für 2011. Ab jetzt heißt es: Hallo 2012. Ich freu mich auf dich.
1x Senf zu “Jahresrückblick 2011: Die besten …”

[...] Herr Bertling macht’s vor, ich mach’s nach: Als Ergänzung zu meinen gestern gebloggten Top 3 Filmen, Alben, Konzerten, Büchern, etc. kommen hier nun meine Top 10 der meistgehörten Bands 2011. (Bzw. die Bands, die ich laut last.fm [...]