Ein Realität gewordener Typografie-Albtraum

Das Comic Sans Project nimmt sich Logos bekannter Firmen und Marken vor und “verbessert” diese durch den Einsatz der schrecklichsten Schriftart, die die Menschheit jemals hervorgebracht hat: Comic Sans. Widerlich. Aber eine interessante Idee.
WE ARE THE COMIC SANS DEFENDERS. WE FEAR NO FONTS AND WE WILL MAKE THE WHOLE WORLD COMIC SANS. BECAUSE HELVETICA IS SOOO 2011

Das ist der Tag, von dem ihr noch euern Enkelkindern erzählen werdet

Trash-TV im Hochkultur-Layout: Gregor Weichbrodt und Grischa Stanjek haben als Projektarbeit in “Typografie & Layout” an der HTW Berlin eine Transkription von “Germany’s next Topmodel 2011 – Das Finale” in einem an die guten alten Reclam-Heftchen erinnernden Dramenvers gesetzt.
Hier gibt’s das komplette Buch zu sehen. Als Gegenstück dazu würde ich ja gerne auch noch die gehässigen Twitter-Kommentare zur Live-Show damals als Buch zusammengefasst lesen. Sozusagen als kommentierte Version des Werks. (Und das, obwohl ich ja eigentlich ein strikter Gegner des Internet-Ausdruckens bin.)


via iGNANT
3.2 Million Dots – 210 Hours
Miguel Endara dabei zuzusehen, wie er aus 3,2 Millionen einzelnen Punkten ein Portrait seines Vaters zeichnet, ist schon sehr faszinierend.
Social Media, erklärt von Omi: Grandmother Tips – Just a few tips that my grandmother should have given me, but unfortunately never did.

Ja ja, ich weiß. Inzwischen hat auch das hinterletzte Blog darüber berichtet, auf Twitter und Facebook ist das Thema auch schon komplett durch und ich bin viel zu spät dran. Man kommt halt zu nix.
Also der Vollständigkeit halber auch noch mal hier: Chacho Puebla hat ein paar Tipps zu Social Media typografisch ansprechend aufbereitet, auf Schilder gedruckt und diese seiner Großtante in die Hand gedrückt.

Hier gibt’s noch mehr großmütterliche Social Media Tipps.

Matt Keers

Matt Keers gestaltet schöne bunte (und auch weniger bunte) Dinge: Buchcover, Schriftentwürfe, Illustrationen, Logos …


Jakob Printzlau

Einer meiner Lieblings-Designer (der sich inzwischen auch als Regisseur für Musikvideos u.ä. einen Namen macht und nebenbei Musiker ist) hat seit gestern eine neue Website am Start: JAKOB PRINTZLAU.
Im Gegensatz zu vielen seiner Arbeiten ist die Seite sehr clean und nicht so wahnsinnig spektakulär. Aber was zählt, sind ja ohnehin die eigentlichen Arbeiten. Und die sind erste Sahne.

The Title Design of Saul Bass (a brief visual history)
Ian Albinson, der Mann hinter artofthetitle.com hat anlässlich des Erscheinens eines Buchs über das Lebenswerk von Design-Legende Saul Bass einige dessen bekanntester Werke (darunter solche Kleinigkeiten wie die Intros zu Hitchcocks Vertigo und Anatomy of a Murder zu einem sehenswerten Trailer zusammengeschnitten. Sehr schick!
Das Buch Saul Bass: A Life in Film & Design (Amazon Partnerlink) ist auch erst einmal direkt auf meiner Amazon Wunschliste gelandet. Wäre schließlich die perfekte Ergänzung zum Vertigo Poster, das bei mir im Wohnzimmer hängt…
via Dangerous Minds
Alles so schön bunt. Heute: QR Codes

QR Codes scheinen momentan DER heiße Scheiß zu sein. Zumindest sieht man sie derzeit gefühlt auf jedem Plakat, jeder Produkt-Verpackung und jeder Anzeige.
Ich finde den Grundgedanken, ein Bild (bzw. einen Code) mit dem Handy einzuscannen und direkt auf eine Website mit weiteren Infos, ein Video o.ä. geleitet zu werden, auch ziemlich interessant. Allerdings frage ich mich jedes Mal, wer außer mir (und vielleicht insgesamt 2% der deutschen Smartphone-Nutzer) diese kleinen schwarzen Quadrate wirklich nutzt. Ob der Einsatz von QR Codes hierzulande für die breite Masse jemals Sinn machen wird? Ich wage es zu bezweifeln. Für Early Adopter und Technik-Freaks mag es ja noch interessant und sinnig sein, aber 90% der Deutschen sind einfach nicht so technik-affin wie z.B. die Menschen in Asien, Iwo QR Codes ja bereits gang und gäbe sind – und anscheinend auch fleißig genutzt werden. (Eine Studie zur wirklichen Verbreitung/ Nutzung der Codes in Deutschland würde mich ja mal brennend interessieren.)

Wie dem auch sei, die Auf Datenvisualisierung spezialisierte Kreativ-Agentur JESS3 (ja, genau die, die auch die “State of the Internet” Videos machen) hat sich mal daran gemacht, die langweiligen schwarzen Quadrate bunt aufzuhübschen, so dass sie aber trotzdem benutzbar bleiben. Ein interessanter Ansatz, der auch einige schicke Ergebnisse hervorgebracht hat und mich stellenweise an Bilder von Keith Haring erinnert.
Nur mit der Benutzbarkeit ist das so eine Sache … im spontanen Test konnte ich leider nicht alle Codes erfolgreich einscannen. Aber wie dem auch sei: Schick aussehen tun sie allemal – und dass z.B. der 3D-Würfel oben nicht funktioniert, schiebe ich jetzt einfach mal auf mein Handy.

Noch mehr bunte QR Codes gibt es auf der JESS3-Website zu sehen.
via medienblase
Twisted!
Faszinierende Verzerrungen & Perspektiven von Nicholas Kennedy Sitton (Tumblr/ Flickr).
via but does it float bzw. FFFFOUND!
Burn: Create, Inspire & Stop at Nothing
Sehr schickes, leicht apokalyptisch anmutendes Skate-Video von Ash Bolland: Beeindruckende Stunts und noch beeindruckendere Bilder erzeugen einen sehr atmosphärischen Kurzfilm. Und der Ganze Aufwand für einen Energy Drink. Nicht schlecht.
(Interessanterweise hatte der Regisseur das Video vor ein paar Wochen schon einmal selbst gepostet, es dann aber wieder offline genommen, da das Timing wohl etwas anders geplant war …)
Band-Poster Making Of

Band-Poster. Eine der interessantesten Kunstformen, die es gibt. (Die in Deutschland in meinen Augen jedoch größtenteils sträflich vernachlässigt wird. Was spricht denn dagegen, sich bei der Gestaltung von Postern für Einzelkonzerte Mühe zu geben, anstatt immer und überall das gleiche Motiv zu verwenden? Aber egal, ich schweife ab …)
DKNG Studios geben uns jetzt einen kleinen Einblick in ihre Arbeit an einem Poster für die Band Explosions in the Sky – und ich finde es wahnsinnig spannend, den Entstehungsprozess im Detail verfolgen zu können.
Der Vimeo-Account von DKNG bietet übrigens noch ein paar weitere Poster-Entstehungsprozesse …
via We like that.
Paperlux Novum Cover

Das Hamburger Kreativ-Studio Paperlux hat für die November-Ausgabe des Novum Magazins ein beeindruckendes Cover gestaltet.




Cliché!
Frankreich-Klischees en masse – schön animiert von Cédric Villain.
Hunderttausend heulende und jaulende Höllenhunde! Unofficial title sequence for ‘The Adventures of Tintin’, featuring elements from each of the 24 books.
In ein paar Tagen(nämlich am 27.10.) ist es soweit: Die Abenteuer von Tim und Struppi, verfilmt von Steven Spielberg und Peter Jackson laufen in den deutschen Kinos an. Komplett animiert und in 3D. Auch wenn ich am Anfang sehr skeptisch war, was den Animationsstil des Films anging, bin ich inzwischen doch schon etwas optimistischer und freue mich auf den Film. (Nur das er anscheinend überall in meiner Nähe ausschließlich in 3D gezeigt wird, nervt mich ein wenig.)
Als kleine Einstimmung gibt es hier schon mal ein inoffizielles Intro in sehr reduziertem Stil, das die Namen der Schauspieler/ Sprecher des Films bzw. ihre Charaktere mit Elementen aus allen 24 Comics kombiniert – wenn ich mich nicht irre in der korrekten Reihenfolge der Bücher, angefangen bei “Tim im Lande der Sowjets”.
Erstellt wurde die Animation von James Curran, unter Verwendung der Titelmusik von Ray Parker und Tom Szczesniak aus den Tim & Struppi Comicverfilmungen von Anfang der 90er.
via Der Filmriss
What is Motion Design?
Ein schönes Video, das erklärt, was Motion Design ist und die Gründung eines Ausstellungszentrums für – ja, genau – Motion Design unterstützen soll. Mehr Infos: Motion Plus Design.
via Nerdcore.
Deine Lieblings-Stars sind russische Generäle

In seinem Tumblr-Blog replaceface zeigt Steve Payne Portraits bekannter Schauspieler als russische Generäle (basierend auf Bildern des englischen Malers George Dawe aus dem 19. Jahrhundert). Noch beeindruckender fände ich die Porträts ja als echte Öl-Malereien – aber auch wenn es “nur” Photomanipulationen sind, sind die Ergebnisse ziemlich schick anzusehen.

Darunter sind so illustre Persönlichkeiten wie Elvis, Clint Eastwood, Charlie Sheen, Bill Murray, Sean Connery, Robert De Niro, Simon Pegg, Bruce Willis, William Shatner, Steve Jobs und viele, viele mehr …
mcbess an der Berliner Mauer
mcbess, einer meiner Lieblings-Illustratoren, bemalt ein altes Stück Berliner Mauer.
via BLDGWLF
