TIME Person of the Year: The Protester

Wie jedes Jahr kürt das TIME Magazine auch 2011 wieder eine Person des Jahres. Diesmal: Alle Wutbürger Protestierenden von Arabien bis zur Occupy-Bewegung.
In 2011, protesters didn’t just voice their complaints; they changed the world.
Das Cover wurde übrigens von Mr. Shepard “Obey Giant” Fairey gestaltet.
Und der Preis für die genialste Bildunterschrift des Jahres geht an …

… die taz. Bei deren Bildunterschriftentextern geht es anscheinend humorvoll zu.
via Meedia
Das ist der Tag, von dem ihr noch euern Enkelkindern erzählen werdet

Trash-TV im Hochkultur-Layout: Gregor Weichbrodt und Grischa Stanjek haben als Projektarbeit in “Typografie & Layout” an der HTW Berlin eine Transkription von “Germany’s next Topmodel 2011 – Das Finale” in einem an die guten alten Reclam-Heftchen erinnernden Dramenvers gesetzt.
Hier gibt’s das komplette Buch zu sehen. Als Gegenstück dazu würde ich ja gerne auch noch die gehässigen Twitter-Kommentare zur Live-Show damals als Buch zusammengefasst lesen. Sozusagen als kommentierte Version des Werks. (Und das, obwohl ich ja eigentlich ein strikter Gegner des Internet-Ausdruckens bin.)


via iGNANT
Data Driven Journalism
Daten sind die Zukunft. Das wissen wir alle spätestens seit Google und der Panikmache vor den Datensammlern – gerne auch als ”Datenkraken” betitelt – wie Facebook & Co. Diese Erkenntnis spricht sich langsam auch unter Journalisten herum. Die Vorreiter haben sich in einer Initiative zusammengeschlossen, die die Nutzung und Aufbereitung von Daten als Zukunft ihres Berufsstandes sieht: Data Driven Journalism.
Data journalism is obtaining, reporting on, curating and publishing data in the public interest.
Klingt soweit erst mal nachvollziehbar und vielleicht eher langweilig und trocken, wenn man sich aber etwas intensiver mit dem Thema beschäftigt, merkt man, dass noch wesentlich mehr dahinter steckt. Gewissermaßen sind/ waren auch die Wikileaks-Veröffentlichungen nichts anderes als das zur Verfügung stellen und die Aufbereitung von Daten für die Öffentlichkeit,
Die Website Data Driven Journalism – where Journalism meets Data bietet einen schönen Überblick über gelungene Projekte, Anwendungsbeispiele (auch wenn das Wort an sich fürchterlich langweilig klingt) und interessanten Tools zur (nicht nur visuellen) Aufbereitung von Daten.
Die Website und der zugrunde liegende Denkansatz sind definitiv nicht nur einen ersten, sondern auch einen zweiten und dritten Blick wert. Für alle, die “was mit Medien” machen – nicht nur Journalisten!
Wie wird denn eigentlich eine Zeitung produziert?
1940 sah das so aus:
(Ich würde mir ja ein Vide wünschen, das dem obigen die Produktionsprozesse von heute gegenüberstellt. Stell ich mir ziemlich spannend vor. Möchte das nicht mal schnell jemand für mich drehen?)
via Nerdcore
Paperlux Novum Cover

Das Hamburger Kreativ-Studio Paperlux hat für die November-Ausgabe des Novum Magazins ein beeindruckendes Cover gestaltet.




Götz Alsmann und die neue iPad App der Zeit
Götz Alsmann präsentiert die “neueste Errungenschaft der norddeutschen Totholz-Forschung” – eine “Evolution in Reduktion”. Und zwar die neue iPad App der Zeit.
Eigentlich ein sehr nett gemachtes Video, das zielgruppengerecht und verständlich die Funktionsweise App erklärt. Ich frage mich nur, ob die Zielgruppe mit einem Viral Video erreicht wird.
Und der Witz am Ende hat seine besten Tage auch schon hinter sich.
Ein Interview ohne Antworten: Oliver Bierhoff ist “sympathisch, aber selbstzensierend”
Gestern lob ich noch die Kommunikationsarbeit (na gut, in erster Linie die Online-Aktivitäten) des DFB und dann heute das: Ein Interview mit Oliver Bierhoff ohne Antworten bei zeit.de. Liebe DFB-Kommunikationsmannschaft, so was macht man eigentlich nicht.
In anderen Ländern werden Interviews doch auch nicht zig-mal autorisiert, was natürlich auch ein zweischneidiges Schwert sein kann. Nun ja … seien wir mal gespannt, ob sich die Autorisierungspraxis in Deutschland jemals ändern wird.
via turi2
The Times They Are A-Changin’: VW sagt mit dem Polo GTI “Adios Klassik” und “Hallo, Social Web”
ich hab’s zwar vorhin schon getwittert, aber da Twitter ja heute leichten Schluckauf hat, poste ich es hier auch noch mal: VW bewirbt den neuen Polo GTI ausschließlich über Facebook & Co. und verzichtet vollkommen auf den Einsatz klassischer ATL-Maßnahmen, wie die W&V berichtet. Noch nicht mal eine eigene Microsite gibt es, stattdessen verweist die VW-Website direkt auf Facebook.
Das könnte es nun also sein: das Zeichen dafür, dass der seit Jahren propagierte Medienwandel langsam auch wirklich mal außerhalb bestimmter (Fach-)Öffentlichkeiten an Fahrt gewinnt und wirklich in der Breite der Gesellschaft ankommt.
Wenn VW wirklich bei dem Kurs bleibt und das keine clevere Idee ist, um die Aufmerksamkeit (zumindest die der Kommunikationsbranche) auf den Kampagnenstart zu lenken, werden aber heute einige Leute in Verlagshäusern und TV-Sendern mit den Ohren schlackern.
So. Und jetzt hören wir noch mal dem alten Bob Dylan zu: The Times They Are A-Changin’
Ein Beitrag aus der Reihe “Leipziger Ausstellungs- und Veranstaltungshinweise”: Thanks for Sharing!

Unter dem Titel Thanks for Sharing! läuft seit dem 8. Mai eine Ausstellung rund um Art Zines, also Künstlerpublikationen im Magazinformat, im D21 Kunstraum in Leipzig. Ohne schon selbst da gewesen zu sein, möchte ich doch schon mal eine Empfehlung für die Ausstellung aussprechen – das Konzept klingt einfach verdammt interessant:
Über 300 individuelle Art Zines sind in der Ausstellung zu sehen – neben “klassischen” Print-Produkten auch Online-Versionen, allesamt vollkommen frei in Inhalt und Gestaltung. Die Ausstellung läuft noch bis Ende Mai und diverse Workshops zum Thema gibt’s auch. Für mehr Infos, Öffnungszeiten, Workshop-Termine, etc.bitte einmal hier klicken.
via GuteSeiten
Rolling Stone mit Doppel-Cover. Und wer hat’s gemalt? Neo Rauch höchstpersönlich.
Neo Rauch (dessen vor ein paar Tagen an seinem 50. Geburtstag eröffnete Ausstellung hier im Leipziger Bildermuseum auch definitiv noch auf meiner Must-See Liste steht) hat für die Mai-Ausgabe des Rolling Stone ein Split Cover gemalt. Ich finde ja, dass die beiden Bilder für Herrn Rauch eher durchschnittlich sind, aber hey: Einer der bedeutendsten deutschen Künstler der Gegenwart malt Cover für eine Musikzeitschrift. Da will ich nicht meckern.
Morgen erscheint der Rauch-Stone und ich werde mir wohl seit langem mal wieder eine Musikzeitschrift kaufen, nur um das Interview mit dem Wegbereiter der neuen Leipziger Schule in Gänze lesen zu können. Bei der Welt gibt es schon mal einen kleinen Vorab-Auszug – sehr sympathisch: Rauchs Meinung über Techno und dass er beim Malen wohl auch mal gerne Danko Jones hört.
via @lvzonline
How to report the News
Eine Fernsehbeitragsblaupause von Charlie Brooker. Ich weiß nur nicht, ob ich darüber lachen oder weinen soll – die Realität des Fernsehens sieht leider viel zu oft genau so aus.
Und hier gibt es auch noch das Blog-Äquivalent dazu (na ja, fast): This is the title of a typical incendiary blog post
Die Zeitung der Zukunft? Die Zukunft der Zeitung?
Definitiv eine clevere Idee für alle “Unterwegs-Zeitungsleser”. Und dabei so verdammt naheliegend und simpel:
via Last night an internet saved my life – Thomas Knüwers Posterous.
blatt – contemporary magazines

Ein weiterer Beweis, dass Print doch nicht unbedingt tot ist: Am 19. November hat in der Hamburger Art Lawyer Gallery “blatt” eröffnet – Showroom und Mediensalon für Magazinkultur.
Ausgestellt (und auch verkauft? ich weiß es nicht …) werden hunderte internationaler Magazine und Fanzines – aus allen interessanten Bereichen wie Kunst, Design, Architektur, Fotografie, Illustration, Musik, etc. …
Vorgestellt werden jeweils donnerstags “neue Magazinkonzepte, innovative Blattmacher und inspirierende Print-Projekte”.t
Wenn ich das nächste Mal in Hamburg bin, werde ich dem Laden wohl mal nen Besuch abstatten. Bis dahin gibt es hier Video- und Fotomaterial von der Vernissage:
Ausdruck – ausgewählte Beiträge der deutschen Blogosphäre

Ausdruck ist ein sehr empfehlenswertes PDF-Magazin (so zum runterladen und ausdrucken und drin blättern und so – oder auch zum faul-auf-dem-Bildschirm lesen) mit ausgewählten Blog-Artikeln aus der deutschen Blogosphäre. Offline-Blogging sozusagen. Und jetzt gibt’s das Ganze auch professionell gedruckt, bestellbar hier. Soviel zu “Print ist tot.”

