Ein Beitrag aus der Reihe “Leipziger Ausstellungs- und Veranstaltungshinweise”: Thanks for Sharing!

Unter dem Titel Thanks for Sharing! läuft seit dem 8. Mai eine Ausstellung rund um Art Zines, also Künstlerpublikationen im Magazinformat, im D21 Kunstraum in Leipzig. Ohne schon selbst da gewesen zu sein, möchte ich doch schon mal eine Empfehlung für die Ausstellung aussprechen – das Konzept klingt einfach verdammt interessant:
Über 300 individuelle Art Zines sind in der Ausstellung zu sehen – neben “klassischen” Print-Produkten auch Online-Versionen, allesamt vollkommen frei in Inhalt und Gestaltung. Die Ausstellung läuft noch bis Ende Mai und diverse Workshops zum Thema gibt’s auch. Für mehr Infos, Öffnungszeiten, Workshop-Termine, etc.bitte einmal hier klicken.
via GuteSeiten
Rolling Stone mit Doppel-Cover. Und wer hat’s gemalt? Neo Rauch höchstpersönlich.
Neo Rauch (dessen vor ein paar Tagen an seinem 50. Geburtstag eröffnete Ausstellung hier im Leipziger Bildermuseum auch definitiv noch auf meiner Must-See Liste steht) hat für die Mai-Ausgabe des Rolling Stone ein Split Cover gemalt. Ich finde ja, dass die beiden Bilder für Herrn Rauch eher durchschnittlich sind, aber hey: Einer der bedeutendsten deutschen Künstler der Gegenwart malt Cover für eine Musikzeitschrift. Da will ich nicht meckern.
Morgen erscheint der Rauch-Stone und ich werde mir wohl seit langem mal wieder eine Musikzeitschrift kaufen, nur um das Interview mit dem Wegbereiter der neuen Leipziger Schule in Gänze lesen zu können. Bei der Welt gibt es schon mal einen kleinen Vorab-Auszug – sehr sympathisch: Rauchs Meinung über Techno und dass er beim Malen wohl auch mal gerne Danko Jones hört.
via @lvzonline
How to report the News
Eine Fernsehbeitragsblaupause von Charlie Brooker. Ich weiß nur nicht, ob ich darüber lachen oder weinen soll – die Realität des Fernsehens sieht leider viel zu oft genau so aus.
Und hier gibt es auch noch das Blog-Äquivalent dazu (na ja, fast): This is the title of a typical incendiary blog post
Die Zeitung der Zukunft? Die Zukunft der Zeitung?
Definitiv eine clevere Idee für alle “Unterwegs-Zeitungsleser”. Und dabei so verdammt naheliegend und simpel:
via Last night an internet saved my life – Thomas Knüwers Posterous.
blatt – contemporary magazines

Ein weiterer Beweis, dass Print doch nicht unbedingt tot ist: Am 19. November hat in der Hamburger Art Lawyer Gallery “blatt” eröffnet – Showroom und Mediensalon für Magazinkultur.
Ausgestellt (und auch verkauft? ich weiß es nicht …) werden hunderte internationaler Magazine und Fanzines – aus allen interessanten Bereichen wie Kunst, Design, Architektur, Fotografie, Illustration, Musik, etc. …
Vorgestellt werden jeweils donnerstags “neue Magazinkonzepte, innovative Blattmacher und inspirierende Print-Projekte”.t
Wenn ich das nächste Mal in Hamburg bin, werde ich dem Laden wohl mal nen Besuch abstatten. Bis dahin gibt es hier Video- und Fotomaterial von der Vernissage:
Ausdruck – ausgewählte Beiträge der deutschen Blogosphäre

Ausdruck ist ein sehr empfehlenswertes PDF-Magazin (so zum runterladen und ausdrucken und drin blättern und so – oder auch zum faul-auf-dem-Bildschirm lesen) mit ausgewählten Blog-Artikeln aus der deutschen Blogosphäre. Offline-Blogging sozusagen. Und jetzt gibt’s das Ganze auch professionell gedruckt, bestellbar hier. Soviel zu “Print ist tot.”
Qualitätsjournalismus in Deutschland …
… gibt’s sowas überhaupt noch? Anscheinend nicht. I break together.
“Das Internet” gibt es nicht
“Das Internet” als Ganzes zu loben oder zu kritisieren ist ebenso sinnvoll wie Papier zu loben oder zu kritisieren, weil darauf ja einerseits das Grundgesetz und “Faust” erschienen sind, andererseits aber auch “Mein Kampf” und Gewaltpornografie.
…
Meckernde Leserbriefschreiber waren Journalisten noch nie sympathisch. Nun gibt es, gesunkenen Transaktionskosten sei Dank, wesentlich mehr davon. Wo viel Feedback ist, da ist auch viel Kritik, zum Teil aggressive, pöbelnde, gemeine. Oder anders gesagt: So mancher Autor muss nun endlich erfahren, was manche seiner Leser wirklich von ihm halten. Und das kann weh tun.
