Everything is possible when you’re in a library.
Und schon wieder Old Spice: Diesmal eine gelungene Persiflage. I’m on a cart.
Alte Gewürze in neuen Medien
So. Das war’s dann schon wieder – die Social Media Kampagne, an der sich sehr wahrscheinlich alle zukünftigen messen lassen müssen, ist vorbei. Diese Nacht ging das (vorerst?) letzte personalisierte Video online:
So langsam sieht man selbst dem Old Spice Guy, Isaiah Mustafa, die Strapazen des werweißwieviel Stunden langen Nonstop-Videodrehs an; die Augen wirken doch etwas müde. Man kann den Beteiligten bei Wieden + Kennedy nur gratulieren: Der Buzz, den die Kampagne (selbst in Ländern, in denen es gar kein Old Spice zu kaufen gibt) erzeugt hat, war gigantisch. Jetzt muss sich das nur auf die Absatzzahlen der anscheinend als Alt-Herren-Duft verschrieenen Körperpflegeproduktlinie aus dem Hause Procter & Gamble auswirken. Dem Konzern sollte man natürlich auch gratulieren – zu dem Mut, neue Wege zu gehen und zu dem Vertrauen ins Kreativ-Team, das wirklich glänzende Arbeit geleistet hat.
Und jetzt? Sollte sich die aufwendige Aktion (bei ReadWriteWeb gibt’s einen sehr lesenswerten Blick hinter die Kulissen und Mashable berichtet auch noch mal drüber) wirklich signifikant auf die Umsatzzahlen auswirken, werden wohl auch einige andere große Marken und Konzerne, die bisher noch eher vorsichtig im Social Web agiert haben, ihre Online-Aktivitäten verstärken und hoffentlich auch so viel Mut zeigen. Der Old Spice Guy hat die Messlatte ganz schön hoch gelegt und eindrucksvoll gezeigt, wie eine Social Media Kampagne aussehen kann. Wenn die Kampagne nicht mit Preisen überhäuft wird, weiß ich’s auch nicht.
Also dann, liebe unternehmen: Traut euch was, vertraut euren Agenturen und interagiert mit euren Fans und sonstigen Stakeholdern. Jetzt habt ihr ja gesehen, wie’s gemacht wird.
Und wer jetzt immer noch nicht genug hat: Im Old Spice YouTube Kanal lassen sich sämtliche personalisierte Videos noch einmal ansehen. Und einige Reddit-User haben sch gestern schon zusammengetan und einen Old Spice Voicemail Generator gebastelt. (Danke für den Tipp, Jörg.)
Old Spice: “I’m on the Internet”
Erinnert sich noch jemand an den muskelbepackten Old Spice-Mann und den grandiosen “I’m on a Horse”-Spot (hier noch mal der Link zum Making of dazu)?
Wie dem auch sei, Mr. Old Spice ist zurück in einem neuen Spot. Nicht ganz so großartig wie der alte, was wahrscheinlich mit dem fehlenden Aha!-Effekt zusammenhängt, aber immer noch ganz nett:
Eigentlich fand ich den Spot nicht sooo atemberaubend, dass ich ihn unbedingt hier hätte bringen müssen, aber das änderte sich dann, als ich bei Mashable las, dass der “Old Spice Guy” jetzt auch twittert. Und heute schon vielen, vielen Leuten persönliche Videogrüße hat zukommen lassen:
He then proceeded to send out vids via Twitter to bloggers who have written about him in the past, YouTube commenters, random folks asking random questions on Yahoo Answers, and various and sundry people who have tweeted at him today. He’s working pretty fast, too. After posting a call for questions onReddit four hours ago, he responded to a cadre of questions rather rapidly.
Da hat jemand bei Old Spice (oder wahrscheinlich eher bei Widen + Kennedy) verstanden, wie Markenführung und Interaktion mit seiner Zielgruppe im Social Web funktioniert.
This campaign really is a perfect storm of viralty — not only does it target specific bloggers (who are then more likely to cover the whole thing), it also reaches out to less prominent individuals who can be made more aware of Old Spice. Moreover, they become personally invested in the brand because they have actually become a part of the world it has created.
Hier als kurzes Beispiel das Video für Guy Kawasaki:
Ein Interview ohne Antworten: Oliver Bierhoff ist “sympathisch, aber selbstzensierend”
Gestern lob ich noch die Kommunikationsarbeit (na gut, in erster Linie die Online-Aktivitäten) des DFB und dann heute das: Ein Interview mit Oliver Bierhoff ohne Antworten bei zeit.de. Liebe DFB-Kommunikationsmannschaft, so was macht man eigentlich nicht.
In anderen Ländern werden Interviews doch auch nicht zig-mal autorisiert, was natürlich auch ein zweischneidiges Schwert sein kann. Nun ja … seien wir mal gespannt, ob sich die Autorisierungspraxis in Deutschland jemals ändern wird.
via turi2
Noch mehr Weltmeisterschaftsbloggerei

Amir Kassaei, seines Zeichens Chef-Kreativer bei DDB bloggt übrigens auch über die WM und singt Loblieder auf die deutsche Mannschaft: Mission 11. Juli.
Hoffen wir mal, dass er mit seiner Prognose für das Spiel heute Abend gegen Spanien Recht behält:
Morgen Abend gegen 23 Uhr wird die ehemals beste Mannschaft der Welt von der neuen besten Mannschaft der Welt besiegt sein.
Weltmeisterschaftsbloggerei bei Zeugs & Gedöns
Ich muss ja sagen, bei dieser WM bin ich nicht nur von der Spielweise der Deutschen Mannschaft begeistert, sondern auch von der Kommunikationsarbeit des DFB rund um das Turnier. Heute Morgen grüßte Bastian Schweinsteiger alle Follower des DFB-Twitter-Accounts:
25000 Follower! Bastian Schweinsteiger grüßt alle mit diesem Foto – es wird langsam eng auf dem Plakat.

Beim DFB hat man anscheinend verstanden, wie wichtig Social Media für die Kommunikationsarbeit ist. Zugegeben, echter Dialog mit Fans und Followern findet nicht statt, sondern Twitter wird nur als Einweg-Kanal genutzt. Aber es ist ein Anfang – und gar nicht mal ein schlechter. Ich als Deutschland-Fan fühle mich über Twitter gut informiert und freu mich über die Grüße des Teams.
Die Website der Nationalmannschaft ist auch gut gemacht, bietet aktuelle News, Videos, Hintergrundberichte, Rezepte des Team-Kochs und und und … Was ich ziemlich gut finde: Neben den Spielern wird auch “das Team hinter dem Team” portraitiert – vom Busfahrer bis zur Medien-Crew.
Allerdings frage ich mich, wieso man die zum Download angebotenen Wallpaper nicht an die aktuelle Mannschaft angepasst hat: Ich hätte gerne Neuer statt Adler und Müller, Klose oder wen auch immer statt Ballack … das Mannschafts-Foto ist schließlich auch aktuell und “richtig”.
The Times They Are A-Changin’: VW sagt mit dem Polo GTI “Adios Klassik” und “Hallo, Social Web”
ich hab’s zwar vorhin schon getwittert, aber da Twitter ja heute leichten Schluckauf hat, poste ich es hier auch noch mal: VW bewirbt den neuen Polo GTI ausschließlich über Facebook & Co. und verzichtet vollkommen auf den Einsatz klassischer ATL-Maßnahmen, wie die W&V berichtet. Noch nicht mal eine eigene Microsite gibt es, stattdessen verweist die VW-Website direkt auf Facebook.
Das könnte es nun also sein: das Zeichen dafür, dass der seit Jahren propagierte Medienwandel langsam auch wirklich mal außerhalb bestimmter (Fach-)Öffentlichkeiten an Fahrt gewinnt und wirklich in der Breite der Gesellschaft ankommt.
Wenn VW wirklich bei dem Kurs bleibt und das keine clevere Idee ist, um die Aufmerksamkeit (zumindest die der Kommunikationsbranche) auf den Kampagnenstart zu lenken, werden aber heute einige Leute in Verlagshäusern und TV-Sendern mit den Ohren schlackern.
So. Und jetzt hören wir noch mal dem alten Bob Dylan zu: The Times They Are A-Changin’
Neo Rauch. Begleiter: Ein exklusiver Museumsbesuch außerhalb der Öffnungszeiten und warum ich es klasse finde, was das Bildermuseum so macht.

Gestern Abend war ich im Bildermuseum – und konnte mir quasi alleine “Begleiter”, die Ausstellung zu Neo Rauchs 50. Geburtstag ansehen. (Bzw. die eine Hälfte davon – die andere wird ja momentan in München gezeigt.) Insgesamt waren es wohl ca. 20 Mann, die gestern Abend durch die Ausstellung gingen, nachdem das Muesum eigentlich schon geschlossen hatte – und das bei einer Ausstellung, die momentan für lange Schlangen an den Kassen sorgt. Wie es zu dem exklusiven Besuch kam? Dazu hole ich mal ein bisschen länger aus …
Es begab sich zu einer Zeit … nein, ganz so weit muss ich dann doch nicht ausholen. Also: Als ich das erste Mal im Bildermuseum war, lagen dort überall kleine schwarze Visitenkarten rum, mit nichts weiter als der URL der Facebook-Fanpage des Museums drauf: http://www.facebook.com/mdbk.leipzig
Davon war ich damals schon ziemlich begeistert: Welches Museum hat schon eine eigene offizielle Facebook-Seite? Also wurde ich flugs Fan – und war schon kurz darauf noch begeisterter, denn beim Bildermuseum hat man anscheinend kapiert, worauf es bei Social Media ankommt: Es werden nicht nur aktuelle Termine, Bilder der Ausstellungseröffnungen & Co. gepostet, sondern man ist wirklich zum Dialog bereit, geht auf Kommentare ein und bietet den Fans einen echten Mehrwert. Generell ist das Museum ziemlich auf der Höhe der Zeit – iPhone-Besitzer müssen sich nämlich auch keine teuren Audioguides mehr leihen, sondern können sich die Audiokommentare zur aktuellen Ausstellung als kostenlose App herunterladen.
Warum ich das alles erzähle? Diese Woche war es soweit, das Museum hat die 1.000-Fan-Marke auf Facebook geknackt. Und um das zu feiern wurde das Museum, bzw. die Neo Rauch-Ausstellung gestern Abend exklusiv für die Facebook-Fans zwischen 20.00 und 21.30 Uhr geöffnet. Wie bereits erwähnt, waren zwar insgesamt “nur” 20 Leute da, aber das hat das Ganze – zumindest in meinen Augen – nur um so besser gemacht. Quasi ungestörter Kunstgenuss und das auch noch für umsonst. Und als kleines Schmankerl obendrauf gab’s sogar noch eine kurze Führung durch die wirklich sehenswerte Ausstellung, womit ich überhaupt nicht gerechnet hatte.
Also … langer Rede kurzer Sinn: Liebes Bildermuseum, Gratulation zur Experimentierfreudigkeit und den gelungenen Umgang mit neuen Medien und vielen Dank für einen tollen Abend. Da können sich andere Kultureinrichtungen mal ein Beispiel dran nehmen. Weiter so!
Ein ♥ für Blogs

Oh Mann … erst schwing ich hier große Ankündigungsreden und dann verschwitze ich die Aktion fast. Na super.
Also dann, ran an die Buletten. Eeeiiigentlich hatte ich geplant, zu jedem der Blogs hier auf der Liste einen etwas längeren Text zu schreiben, nen netten Screenshot dazu zu packen, etc. Aber aus Gründen™ war ich dann heute den ganzen Tag über mit sehr vielem beschäftigt – aber nicht mit Bloggen. Dazu gekommen, mich durch meinen Feedreader zu wühlen bin ich auch nicht und Tweetdeck blieb heute auch ausgeschaltet. So kam es dann, dass ich von der ganzen Aktion bis vor ein paar Minuten nichts mitbekommen habe und dass mich gerade fast der Schlag traf, als mir einfiel “Moment. Heute ist der 25. Da war doch noch irgendwas …”
Wie gut, dass ich meine zu verlinkenden Blogs schon am Wochenende zusammengesammelt hab, Das erspart mir jetzt dann doch noch ein bisschen Arbeit.
Also dann: Ein ♥ für Blogs – quick’n dirty. Ein paar Blogperlen aus meinem Feedreader:
#1 artill – Lukas Bischoff ist zwar auch noch Student, aber auch ein begnadeter Illustrator. Auf seinem Blog gibt er Einblicke in aktuelle Projekte – aber immer so, dass dem geneigten Betrachter der Mund vor Staunen offen bleibt. Der Junge wird mal n ganz Großer! Außerdem hat er … ach ne. Nicht jetzt. Der Artikel ist ja auch noch in den Entwürfen gespeichert. Den heb ich mir dann für die nächsten Tage irgendwann auf. Man darf also gespannt sein. ;)
#2 rainbowzombies ate my unicorn – Fräulein Sonntag hat auch ein Auslandssemester an der Unitec in Auckland gemacht (ich glaube, ein Semester nach mir). Allein das macht sie ja schon sympathisch, aber der Grund für die Verlinkung hier und heute ist dann doch eher die skurrile Sammlung aus Zombies, Regenbogenfarben und Einhörnern in allen möglichen (und unmöglichen) Kombinationen. Definitiv sehr sehenswert. Manchmal verstörend, aber immer sehenswert.
#3 Blindtext-Blog – Hier schreibt ein Hamburger Werber. Nicht immer, aber oft auch über Werbung. Insgesamt zwar eher unregelmäßig, dafür umso gelungener. Besonderes Kennzeichen: Passende musikalische Begleitung zu jedem Artikel.
#4 Wurstblog – erklärt sich von selbst, oder? Hier geht’s um die Wurst. Und Mode gibt es auch zu kaufen. (Übrigens auch ein Werber, der hier schreibt. Diesmal allerdings ein Wiesbadener Exil-Ruhrpottler.)
#5 Hamburg Schwarz-Gelb – Ach ja, die Borussia. Der Autor ist ebenfalls ein Exil-Ruhrpottler, schreibt aber nicht über Wurst, sondern über Fußball. Genauer gesagt: Über die Borussia. Und auch, wenn ich jetzt insgesamt nicht so wirklich Fußball-affin bin: Wenn man mal für längere Zeit in Dortmund gelebt hat und wenigstens einmal im Westfalenstadion war, kann man sich diesem Verein eigentlich nicht entziehen. Die Atmosphäre in dieser Stadt – und v.a. in diesem Stadion – ist einfach unglaublich. Auch wenn ich die aktuelle Mannschaftsaufstellung nicht kenne (Mit diesem Bekenntnis habe ich gerade jemanden ziemlich enttäuscht glaube ich. Sorry, Herr G.) und mir niemals den Kicker oder eine andere Sport-Zeitschrift kaufen würde – bei Hamburg Schwarz-Gelb lese ich gerne über Fußball. Heja BVB!
#6 Gute Seiten – Quasi ein Online-Lesezirkel für außergewöhnliche (Print-) Magazine. Immer mal wieder was Interessantes dabei.
#7 Anonyme Köche – Mein Lieblings-Kochblog und Inspiration für so manches Kochexperiment. Autor Claudio lebt für’s Kochen, das merkt man mit jeder Silbe, die man hier liest. Kein Wunder, dass seine Rezepte und Geschichten jetzt auch in Buchform erhältlich sind.
#8 Kreatives Leipzig – Zum Abschluss dann noch ein bisschen Ost-Content: Kreatives Leipzig beleuchtet Leipzigs Kreativ- und Medienszene und hat sich zum Ziel gesetzt, diese besser zu vernetzen. Besonders nützlich: Die Veranstaltungs-Tipps.
So, das war’s. Ich hoffe, ich konnte den ein oder anderen überzeugen, in Zukunft auch mal etwas öfter bei den oben erwähnten Blogs reinzuschauen.
$#*! My Dad Says – von 140 Zeichen ins Fernsehen
Oha! Die erste Verfilmung eines Twitter-Accounts steht an: Auf seinem Twitter-Account Shit my Dad says rezitiert Justin Halpern die “Weisheiten”, die sein 74-jähriger Vater so von sich gibt – meistens gespickt mit diversen Flüchen, Schimpfwörtern und Beleidigungen. Aber immer lustig und lesenswert. Kurze Kostprobe:
“Nah, we don’t celebrate it. Don’t know who St. Valentine was, don’t give a shit, and doubt he wants people screwing in his memory.”
Nachdem er jetzt schon ein Buch mit den 140 Zeichen langen Schimpftiraden seines Vaters veröffentlicht hat, entsteht gerade auch noch eine TV-Serie auf Basis des nörgeligen Vaters, der seinem Sohn (bzw. in der Serie seinen Söhnen) Ratschläge und Beleidigungen an den Kopf wirft. In der Hauptrolle: William Shatner. Das könnte wirklich lustig werden …
“Aufklärungsvideos”: Social Media & Co.
Och nöööö … nicht schon wieder son Video, in dem erklärt wird, wie toll und wichtig und erfolgreich dieser ganze Social Media Kram doch ist. Och doch! Schon wieder son Video, das genau das erklärt. Und zwar mit Updates zu Zahlen und Fakten von Socialnomics, die inzwischen auch schon wieder ungenau sind, weil sich das Web einfach zu schnell entwickelt …
Passend dazu gebt’s dann hier auch noch eine kurze Dokumentation über die Zukunft des Internets, u.a. mit Interviews mit Tim Berners-Lee (dem Mann, der das Internet “erfand”), David Weinberger (Co-Autor des Cluetrain Manifestos) und Clay Shirky …
25. Mai 2010: Ein Herz für Blogs #3

Ein ♥ für Blogs geht in die dritte Runde. Initiator ist diesmal nicht mehr der Stylespion, sondern UARRR-Marcel.
Manche der geneigten Leser mögen sich jetzt denken “Blogs? Herzen? Waswerwiewo?”, deshalb noch mal kurz zur Erklärung: Es geht darum, den eigenen Lesern zu zeigen, was noch so alles an großartigem Zeugs in der deutschen Blogosphäre existiert, Lese-Tipps zu geben und sich die anderer zu Herzen zu nehmen (oder wenigstens mal anzusehen) – sprich den eigenen “Blog-Horizont” etwas zu erweitern.
Wie das funktioniert? Ganz einfach. Heute in einer Woche (also am 25. Mai) empfiehlt und verlinkt jeder an der Aktion teilnehmende Blog andere (deutschsprachige) Blogs, die viel mehr Aufmerksamkeit verdienen, als ihnen zu Teil wird. Und je mehr schon im Vorfeld über die Aktion berichtet wird, desto mehr kriegen davon Wind, machen mit und desto mehr Sinn macht das Ganze. Klingt logisch, ist auch so.
Alles klar? Soweit alles verstanden? Wenn nicht, gibt’s hier noch mal alles zum Nachlesen: Ein Herz für Blogs #3 am 25.05.10.
Google Chrome
Google Chrome – schneller als der Schall …
… und jede Menge kleine Zusatzprogramme gibt’s auch:
Sehr gut gemachte Spots, die Google da aktuell abliefert. Aber auch, wenn das alles ganz toll klingt und schick aussieht, bleib ich bei meinem Safari. Würde ich Chrome verwenden, hätte ich doch irgendwie immer das ungute Gefühl, dass Google noch mehr über meine Surf-Gewohnheiten erfährt und speichert, als es das sowieso schon tut …
„Make Any Webpage Look Like It Was Made By A 13 Year-Old In 1996“

Na? Wer erinnert sich noch an Yahoos Free Webspace-Hoster GeoCities? Das Ding, mit dem man besonders “schöne” Websites bauen konnte? (Quasi das MySpace der 90er.)
Für alle, die den Zeiten hübsch-hässlich GIFs, blinkender Laufschriften und augenkrebserzeugender Farben hinterhertrauern oder die von den Massen an Design-Verbrechen auf MySpace nicht genug kriegen können, gibt es jetzt DIE Lösung: The Geocities-izer verwandelt jede beliebige Website in ein Relikt der 90er.
(Das Schlimme ist ja, dass ich 1996 noch keine 13 war, sondern erst 10 – aber dass meine mit 13 Jahren von Hand programmierten Erstlingswerke auch nicht viel anders aussehen: Hauptsache bunt und auf jeder Unterseite ein anderer Hintergrund, lautete die Devise.)
Volkswagen Classic

Das letzte Semester über war ich mit fünf Kommilitonen (bzw. größtenteils -innen) damit beschäftigt, in einem Projektseminar mit und für VW eine Online-Plattform für Fahrer und Fans klassischer VWs zu konzipieren. Ich will da jetzt kein großartiges Eigenlob verbreiten, aber: da waren schon ein paar verdammt coole Ideen bei.
Ich bin dann mal gespannt, was jetzt schlussendlich in das von VW entwickelte Endprodukt alles mit einfließt. Warum ich das alles schreibe? Bald ist die große Premiere und wir werden sehen, was aus unseren Ideen und Überlegungen gemacht wurde, denn das Ergebnis unserer Arbeit wirft nun seine ersten Schatten voraus: Volkswagen Classic.
Ab dem 7. April: Volkswagen abseits bekannter Wege
Ein Beispiel dafür, wie Volkswagen Classic Automobilgeschichte lebendig macht: der Auftritt der Marke auf der Techno Classica. Unter dem Motto „Volkswagen abseits bekannter Wege“ präsentiert Volkswagen Classic vom 7. bis zum 11. April auf der 22. Weltmesse für Oldtimer in Essen freizeitorientierte Fahrzeuge aus der Markenhistorie und macht diese in einer eigenen Themenwelt erlebbar.
Premiere: Volkswagen Classic im Internet
Spannende Episoden und Anekdoten finden Sie demnächst auch hier – auf der neuen Internetpräsenz von Volkswagen Classic. Greifen Sie auf aktuelle Magazin-Themen zu, informieren Sie sich über Termine von Old- und Youngtimer-Events und nehmen Sie durch die Chronologie liebevoll erhaltener Fahrzeuge Anteil an der Markengeschichte, aber auch an den Erfahrungen ihrer Besitzer. Was ist Ihre Volkswagen Geschichte?
Every Publicity is good Publicity? NEIN. Definitiv nicht.
Greenpeace prangert in einem viralen Video auf YouTube die Nutzung von Palmöl und die Zerstörung des Lebensraums von Orang-Utans bei der Herstellung von KitKat an. Und wie reagiert KitKat-Hersteller Nestlé? Unter Berufung auf Copyright-Verletzungen lässt man das Video entfernen. Und so kommt es, wie es in Zeiten von Social Media immer kommt: Natürlich wird das Video wieder online gestellt – nicht nur bei YouTube, sondern auch auf diversen anderen Plattformen – und mehr und mehr Leute sehen sich die Kritik an Nestlé an. Mit der Hintergrundgeschichte der Löschung des ursprünglichen Videos leitet man so ein Video doch noch um so lieber weiter, twittert darüber oder teilt es auf Facebook mit seinen Freunden. Und der virale Effekt ist wesentlich größer, als wenn Nestlés PR-Abteilung den direkten Kontakt mit den Machern des Videos gesucht hätte oder sich in den YouTube-Kommentaren mit den Inhalten auseinandergesetzt hätte. Dieser Kommentar bei Vimeo trifft den Nagel auf den Kopf:
Thank you Nestle … I would never have seen this video if you hadn’t had it kicked off You Tube. Now I’m forwarding it all my friends, though Facebook, and guess what they are forwarding it to all their mates.
Fire your PR team. They are muppets.
Nur dem letzten Absatz würde ich nicht so ohne Weiteres zustimmen: Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass bei Nestlé im PR-Team gerade jemand sitzt, der seinen Bossen sagt: “Seht ihr? Hättet ihr auf uns gehört und nicht auf die Jungs aus der Rechtsabteilung, wäre es gar nicht so weit.” Ich glaube ja, dass solche Fälle nicht nur Lehrstücke für Kommunikatoren sind (die sollten eigentlich wissen, wie man in so Fällen zu reagieren hat – Dialog heißt das Zauberwort), sondern auch (angehenden) Juristen vermittelt werden sollten. Da ließe sich manchmal viel Ärger ersparen …
Hier mehr Infos von Greenpeace zur Kampagne und ihrem Hintergrund; aus Kommunikationssicht gibt’s mehr Infos bei Horizont und Off the record.

